Leben. Schreiben. Lesen.
Beiträge getaggt mit Berlin
Dea Loher erhält den Berliner Literaturpreis 2009
22. Dez
Der mit 30.000 Euro dotierte Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung ist für das Jahr 2009 der Dramatikerin Dea Loher zugesprochen worden. Dea Loher hat die Auszeichnung und die damit verbundene Berufung der Freien Universität Berlin auf die “Heiner-Müller-Professur für deutschsprachige Poetik” für das Sommersemester 2009 angenommen.
Die in Traunstein geborene Dea Loher lebt seit 1989 in Berlin. Sie studierte Germanistik und Philosophie an der Universität München und ab 1990 “Szenisches Schreiben” bei Heiner Müller und Yaak Karsunke an der UdK Berlin. Ihre ersten Theaterstücke ‘Olgas Raum’ und ‘Tätowierung’ wurden bereits 1992 am Hamburger Ernst Deutsch Theater und am Ensemble Theater in Berlin uraufgeführt. Seitdem sind mehr als 15 Theaterstücke und diverse Hörspiele von Dea Loher zur Aufführung gelangt. 2005 erschien ihre Erzählung ‘Hundskopf’. Das literarische Werk der Autorin beim Verlag der Autoren, beim Aithesis- und Wallstein-Verlag ist mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt worden. Darunter sind der Mühlheimer- und der Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis sowie 2006 der Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg.
Die Jury des Berliner Literaturpreises – Sigrid Löffler, Ulrich Janetzki, Ulrich Khuon, Gert Mattenklott und Norbert Miller – hat ihre Entscheidung für die Auswahl der Preisträgerin so begründet:
“Der Berliner Literaturpreis 2009 wird der Dramatikerin Dea Loher zuerkannt und zeichnet damit erstmals eine Theaterautorin aus, die seit beinahe zwanzig Jahren die Entwicklung der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik geprägt und fortgeschrieben hat – von ihren vielgespielten ersten Stücken ‘Olgas Raum’ und ‘Tätowierung’ bis hin zu ihren jüngsten Arbeiten ‘Unschuld’ und ‘Das letzte Feuer’, das unlängst zum Stück des Jahres gewählt wurde. Dea Loher stellt in ihren Texten die soziale Frage auf überraschende Weise immer wieder neu: Ausgestattet mit einem so wachsamen wie schmerzempfindlichen Sensorium für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten und Zerstörungen, für die Beschädigungen ihrer Figuren im System, bleibt sie in den von ihr geschilderten Konflikten stets persönlich, versteigt sich nie ins Thesen- oder Tendenzstückartige. Vielmehr beschreibt sie die Gesellschaft über die Geschichten an ihren Rändern, über die Verletzungen und Gefährdungen derer, die sich an den Grenzen unserer sozialen Wirklichkeit und Wahrnehmung bewegen. Ihr Gespür für das Fremde, Inkompatible, aber auch das Nicht-Vereinnehmbare machen sie zu einer Autorin, die das Theater stets vor neue Aufgaben stellt. Sie bedient es nicht, sondern fordert es heraus – und findet daher in Regisseuren wie Andreas Kriegenburg Partner, die ihre Welt und ihre eigene Stimme in immer neuen Spiel- und Erzählformen auf der Bühne Realität werden lassen – auch und gerade da, wo Dea Lohers Verzweiflung sich dem Dramatischen entzieht und ihre Trauer sich dem Verstummen nähert.”
Der Berliner Literaturpreis zeichnet Autoren aus, die mit ihrem literarischen Werk in den Gattungen Erzählende und Dramatische Literatur sowie Lyrik einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geleistet haben. Seit 2005 bietet der Preis mit der “Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik” am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin den Preisträgern zugleich ein Forum für die Textarbeit mit literaturinteressierten Studierenden aller Berliner Universitäten und Hochschulen. Preisträger und Dozenten nach dem neuen Vergabekonzept sind bisher Herta Müller, Durs Grünbein, Ilija Trojanow und Ulrich Peltzer.
Nachlese Klagenfurt 2008
11. Sep
Mi 17.09. 20:00
Ort: Literaturwerkstatt Berlin, Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Eintritt 5/3 EUR
Lesung mit Preisträgern des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Wettlesens: Patrick Findeis 3sat-Preis Markus Orths Telekom-Austria-Preis und Clemens Setz Ernst-Willner-Preis sowie Daniela Dröscher und Robin Thiesmeyer Teilnehmer des 12. Klagenfurter Literaturkurses Moderation Josef Haslinger Autor, Leipzig
Von den fünf Autorinnen und Autoren dieser Veranstaltung waren vier Teilnehmer des Klagenfurter Literaturkurses. Zwei davon, Patrick Findeis und Markus Orths, gehörten in diesem Jahr bereits zu den Preisträgern der Tage der deutschsprachigen Literatur. Sie überzeugten die Jury mit Romanauszügen: der eine mit einem Bauerndrama, der andere mit der Geschichte über ein Zimmermädchen, das ganze Nächte unter den Betten der Gäste verbringt. Beide Autoren waren auch schon Teilnehmer des von der Literaturwerkstatt Berlin veranstalteten open mike: Patrick Findeis im Jahr 2005, Markus Orths war 2000 unter den Preisträgern. Der junge Österreicher Clemens J. Setz, der auch bei den diesjährigen Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt las, punktete mit einer Geschichte, die erzählt, was übermäßiger Fleischgenuss aus Männern machen kann. Mit Daniela Dröscher und Robin Thiesmeyer sind an diesem Abend auch zwei junge Autoren mit von der Partie, die in diesem Jahr am Literaturkurs teilgenommen haben.
Eine Veranstaltung des ORF Landesstudio Kärnten, der Kulturabteilung der Landeshauptstadt Klagenfurt und der Literaturwerkstatt Berlin.
Kleine Verlage am Großen Wannsee (III)
18. Jul
Sonnabend, 30. August 2008, 15.00 bis 22.00 Uhr
Die Verlage A1 (München), Berenberg (Berlin), Blumenbar (München/Berlin), Dörlemann (Zürich), Urs Engeler (Basel), Jung & Jung (Salzburg), kookbooks (Idstein/Berlin), Liebeskind (München), Luftschacht (Wien), Mairisch (Hamburg), Matthes & Seitz (Berlin), Max Marek (Berlin), Rogner & Bernhard (Berlin), SH-Verlag (Köln), Supposé (Berlin), Verbrecher (Berlin), Voland & Quist (Dresden), Weissbooks (Frankfurt) mit ihren Autoren zu Gast im LCB.
Walter-Serner-Preis 2008
17. Jun
Das Kulturradio des RBB und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2008 aus. Autoren werden eingeladen, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom „Leben in den großen Städten“ erzählt und nicht länger als 7 Seiten ist. Der Name des Autors sollte nicht auf dem Manuskript vermerkt werden, sondern auf einem beigefügten Blatt. Die eingereichten Manuskripte werden nicht zurückgeschickt, sondern unter Berücksichtigung des Datenschutzes nach Beendigung des Wettbewerbs vernichtet.Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen. Die Teilnahme von rbb-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ausgeschlossen. Einsendeschluß: 15. September 2008.
Einsendungen an:
Kulturradio des RBB
Stichwort: Walter-Serner-Preis
Masurenallee 8 – 14
14057 Berlin
Den Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten gibt es seit Mitte der 70iger Jahre, zunächst ohne Preisgeld und nur vom SFB veranstaltet. Seit 1996 war der Preis mit 5.000 DM dotiert und wurde in den Jahren 1996 – 1997 in Coproduktion mit der „Berliner Zeitung“ auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer live-Sendung verliehen. Seit 1998 wird der Preis gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben und ist in diesem Jahr mit einem Preisgeld von 5.000 EUR versehen.
Bisherige Preisträger:
Ute Lubosch (1996);
Edda Helmke (1997) mit einem Kapitel aus dem später im Malik Verlag erschienenen Roman „Pepsi im Waschsalon“;
Raul Zelik (1998) mit „Vorstadt Beats“;
David Wagner (1999), dessen erster Roman „Meine nachtblaue Hose“ im Frühjahr 2000 erschienen ist;
Daniel Klaus (2000) mit „Max“;
Christina Griebel (2001) mit ihrer Geschichte „Und sie geigen Schostakowitsch“, die in ihrem 2003 erschienenen Erzählband „Wenn es regnet, dann regnet es immer gleich auf den Kopf“ enthalten ist;
Gernot Wolfram (2002) mit „Am Radio“, dessen erster Erzählband „Der Fremdländer“ im Herbst 2003 erschienen ist;
Philip Meinhold (2003) mit „Schlaf, Vater, schlaf!“;
Mischa Koopmann (2004) mit „Monsieur Lumière“;
Silke Andrea Schuemmer (2005) mit „Frau Forst kümmert sich“;
Ulrike Schuff (2006) mit „Patscheck“;
Susanne Neuffer (2007) mit „Sie hören im Anschluß die Nationalhymne“.
ver.di-Literaturpreis Berlin-Brandenburg 2008
05. Jun
Image via Wikipedia
Der mit 5.000 € dotierte ver.di Literaturpreis wird in diesem Jahr im Genre Lyrik ausgeschrieben. Einsendeschluss: 31. August 2008 (Poststempel)
Die Bewerberinnen und Bewerber müssen ihren Hauptwohnsitz in Berlin oder Brandenburg haben. Die Jury trifft ihre Entscheidung auf der Grundlage eingesandter, deutschsprachiger Veröffentlichungen in Buchform, die innerhalb der letzten drei Jahre erstmals erschienen sind und die nicht vom Autor/der Autorin (mit-) finanziert wurden. Die Bewerbung für den Literaturpreis kann durch Verlage, Literaturvereine, Autorenvereinigungen u.ä. erfolgen, ebenso durch die Autorinnen/Autoren selbst. Es sind drei Exemplare einzureichen, die nicht zurückgegeben/zurückgesandt werden. Einsendungen bitte an ver.di, Fachbereich 8/VS, Köpenicker Str. 30, 10179 Berlin.





Letzte Kommentare