Archiv der Kategorie: Wiedergefundene Gedichte

Dritter Novemberabend

kurz vor ladenschluß noch schnell eine tüte mit knallroten äpfeln gekauft, dann in der kalten wohnung nach post gesucht, im koffer nach einem blauen dicken pullover gekramt während der freund so zu dir durchs telefon sprach, wie du danach mit … Weiterlesen

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Hiergeblieben

HIERGEBLIEBEN über nacht kein wort bis das stumme radio vom leeren bierkasten kippte mit offenem mund war ich eingeschlafen mußte nun zum klo nässe unter den füßen hoch gespült kam das getrunkene die glühbirne knallte mir schwarz vor die augen … Weiterlesen

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warten im schatten

spott von der sonne; geblendet schließe ich für einen moment die augen: ich werfe ein hand tuch über das licht, sehe mich zusammengesunken im schatten der steine sitzen. am ende der straße reißen männer den heißen asphalt auf. da geht … Weiterlesen

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Riß, Oberbaumbrücke

Dieses häufige Verlassenwerden! Ein Tag weniger, ein Mensch, gleich zwei Uhren vor dem Haus und die Spree fließt träge, floß nie durch Mauern hindurch, es bleibt die Bereitschaft zur Flucht. Im Spiegel überprüfe ich meinen Bart, der mich nicht verändert, … Weiterlesen

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NOCH NICHT VERLOREN

ein fremder personalausweis, uhu, eine scharfe schere, wörterbücher, schreibmaterial und rotes licht. kalte hände ruhen auf der tisch- platte, blaue augen sehen einen kahlen baum, glas, die uhrzeit. meine füße haben mich verlassen; kein aufstehen mehr, der kopf ist wie … Weiterlesen

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KEIN UNFALL IM BAD

wasser schwappt über die wanne. po auf dem rand. füße in der luft. schere schneidet ins fleisch.       wie schön du bist! eine flasche rum gekippt und einen nassen brief an den spiegel geklebt. der fön bläst kalte luft in … Weiterlesen

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pubertäres gedicht

ich war vernarrt in die schnurrbärte von nietzsche & zappa verglich die poster mit mir im spiegel & kam zur bärtigen erkenntnis   meine einbildungskraft war stärker als der wille zur macht während frank zappa einen schamhügel beackerte & friedrich nietzsche … Weiterlesen

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Warnsignal

die reste der revolte vor dem sommerloch. nur keine falsche bewegung. der verlorene glaube ist auch mit dem rücken zur wand nicht wieder zurückzuholen. und mit der angst vorm chaos im kopf ist nichts zu gewinnen. am ende der lehrjahre: … Weiterlesen

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