Auszeichnungen

Die Nominierten für den Lyrikpreis Meran 2010

Neun Finalisten sind nominiert: Undine Materni (geb. 63, Dresden, D), Carsten Zimmermann (geb. 68, Berlin, D), Ulrich Koch (geb. 66, Radenbeck, D), Myriam Keil (geb. 78, Hamburg D), Eva Christina Zeller (geb. 60, Tübingen, A), Andre Rudolph (geb. 75, Berlin, D), Manfred Enzensperger (geb. 52, Leverkusen, D), Sünje Lewejohann (geb. 72, Berlin, D) und Christian Rosenau (geb. 80, Weimar, D).

15 Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse

In der Buchhandlung des Leipziger Verlegers Peter Hinke trafen sich die Jury-Vorsitzende Verena Auffermann und Buchmesse-Direktor Oliver Zille, um einen ersten Überblick zu den eingereichten Wettbewerbsbüchern zu bekommen.

Unter 760 eingereichten Büchern war auszuwählen. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2010.

Kategorie Belletristik:

o Jan Faktor: “Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag” (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

o Helene Hegemann: Axolotl Roadkill” (Ullstein Verlag)

o Georg Klein: “Roman unserer Kindheit” (Rowohlt Verlag)

o Lutz Seiler: “Die Zeitwaage” (Suhrkamp Verlag)

o Anne Weber: “Luft und Liebe” (S. Fischer Verlag)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

o Michael Hampe: “Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück” (Carl Hanser Verlag)

o Steffen Martus: “Die Brüder Grimm. Eine Biographie” (Rowohlt Verlag)

o Ulrich Raulff: “Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben” (C.H.Beck)

o Frank Schirrmacher: “Payback: Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen” (Blessing Verlag)

o Wolfgang Ullrich: “Raffinierte Kunst. Übung vor Reproduktionen” (Verlag Klaus Wagenbach)

Kategorie Übersetzung:

o Ulrich Blumenbach: “Unendlicher Spaß”, aus dem Amerikanischen von Autor David Foster Wallace (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

o Christian Hansen: “2666″, aus dem Spanischen von Autor Roberto Bola?o (Carl Hanser Verlag)

o Grete Osterwald: “Waltenberg”, aus dem Französischen von Autor Hédi Kaddour (Eichborn Verlag)

o Rosemarie Tietze: “Anna Karenina”, aus dem Russischen von Autor Lew Tolstoi (Carl Hanser Verlag)

o Hubert Witt: “Wilner Getto 1941-1944: Biographische Aufzeichnungen”, aus dem Jiddischen von Autor Abraham Sutzkever (Ammann Verlag)

Preisverleihung zur Leipziger Buchmesse und Hörproben im Internet:

Die öffentliche Preisverleihung findet am Donnerstag, den 18. März 2010, 16.00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse statt. Einen akustischen Eindruck vermittelt ab dem 18. Februar das Internetportal www.literaturport.de. Alle nominierten Titel werden hier mit einer Hörprobe vorgestellt.

Radiosender im Gespräch mit den Belletristik-Favoriten:

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR Figaro), der Bayrische Rundfunk (BR2) und der Südwestrundfunk (SWR2) stellen die Nominierten der Kategorie Belletristik in öffentlichen Veranstaltungen vor, die im Radio übertragen werden. Am 14. Februar sind ab 16.00 Uhr Anne Weber, Helene Hegemann und Lutz Seiler zu Gast im Lese-Café des Hörfunksenders MDR Figaro. Zwei Wochen später, am 28. Februar, begrüßt Moderator Michael Hametner Georg Klein und Jan Faktor. Der MDR sendet live aus der Leipziger Moritzbastei (Universitätsstraße 9), die Veranstaltung ist öffentlich.

Im Literaturhaus München (Salvatorplatz 1) stellen sich am 2. März die Nominierten der Kategorie Belletristik vor. Es moderieren Gerwig Epkes (SWR2) und Martin Zeyn (BR2). Die Veranstaltung beginnt 20.00 Uhr.

Zum Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird 2010 zum sechsten Mal verliehen. Die Auszeichnung ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen. Dotiert ist er mit insgesamt 45.000 Euro. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB), Medienpartner sind die Wochenzeitschrift DIE ZEIT und das Magazin BÜCHER.

Der Jury gehören an: die Vorsitzende Verena Auffermann, Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung), Dr. Ina Hartwig, Kristina Maidt-Zinke (Süddeutsche Zeitung), Elmar Krekeler (Die Welt), Dr. Adam Soboczynski (Die Zeit) und Volker Weidermann (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Auszeichnungen

Sten Nadolny bekommt den Weilheimer Literaturpreis.Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Das ist der einzige deutsche Literaturpreis, den Schüler vergeben. Am 27.01.10 findet in der Stadthalle Weilheim die Verleihung statt. “Das ist sicherlich der Preis mit dem größten Stellenwert für mich”, sagt der 67-jährige Schriftsteller, der in Chieming und in Berlin lebt.

abc

Emine Sevgi Özdamar erhielt heute die Carl-Zuckmayer-Medaille 2010 im Großen Haus des Mainzer Staatstheaters überreicht.

abc

Den Bertolt-Brecht-Preis 2010 erhält Albert Ostermaier.

abc

Peter-Huchel-Preis 2010 für Friederike Mayröcker

Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an die 1924 in Wien geborene Dichterin Friederike Mayröcker. Die Jury würdigte in ihrer Sitzung am 15. und 16. Januar 2010 in Freiburg den im Suhrkamp-Verlag erschienenen Band “dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif” als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2009.
Der Band stelle, so die Jury, einen neuen Höhepunkt im umfangreichen Lebenswerk der Schriftstellerin dar.

“Gegenstand der Gedichte ist die künstlerische Existenz Mayröckers, die sich speist aus Begegnungen mit Gefährten und Freunden und der Auseinander-setzung mit Musik, Philosophie und Literatur.” Dabei verbinde sich genaue Beobachtung der Natur in ihrem Jahreszeitenzyklus mit der Reflexion des Alters und jäh aufblitzenden Erinnerungsschüben. Ihre poetische Sprache zeichne sich durch Vielstimmigkeit, Präzision, Anspielungsreichtum und Farbenvielfalt aus. In einem längeren Zyklus des Bandes, der auch als Einzelpublikation unter dem Titel “Scardanelli”
erschienen ist, begleitet Friederike Mayröcker die Künstlergestalten Ernst Jandl und Friedrich Hölderlin auf Spaziergängen durch Tübingen.

In der Überfülle seiner motivischen `Verflechtungen ist der Band “dieses Jäckchen (nämlich) des Vogel Greif”, so das Fazit der Jury, “eine große Feier des Lebens”.

Friederike Mayröcker arbeitete zunächst als Lehrerin in ihrer Heimatstadt Wien, bevor sie sich 1969 für ein Leben als freie Schriftstellerin entschied. Von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 war sie die Lebensgefährtin des österreichischen Dichters Ernst Jandl. Friederike Mayröcker ist Trägerin zahlreicher Literaturpreise.

Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestiftete, mit 10.000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik wird seit 1983 für ein herausragendes lyrisches Werk des vergangenen Jahres verliehen. Er soll die literarische Arbeit deutschsprachiger Lyrikerinnen und Lyriker würdigen. Zugleich will er das Interesse der Öffentlichkeit auf die von den Medien oftmals marginalisierte Gattung Lyrik lenken.

Der Preis erinnert an den Namensgeber Peter Huchel – geboren am 3. April 1903 in Groß-Lichterfelde bei Berlin, gestorben am 30. April 1981 in Staufen im Breisgau -, den bedeutenden Lyriker und Chefredakteur von “Sinn und Form”. Seinem Anspruch und seiner Unbestechlichkeit fühlen sich Preisgeber und die aus sieben unabhängigen Literaturkritikern, – wissenschaftlern und Autoren bestehende Jury verpflichtet.

Der Peter-Huchel-Preis wird am 3. April 2010, dem Geburtstag Huchels, in Staufen im Breisgau verliehen. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehörten zuletzt Uljana Wolf, Oswald Egger, Ulf Stolterfoht und Gerhard Falkner.

Weitere Informationen zum Peter-Huchel-Preis finden Sie im Internet unter:
www.swr-freiburg.de

Bei Fragen zum Peter-Huchel-Preis wenden Sie sich bitte an Claus Schneggenburger, Leiter des SWR-Studios Freiburg, Telefon 0761/3808 101
Mailadresse: peter-huchel-preis@swr.de

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