Was lassen wir in unsere Köpfe?

  • Aus der Mail eines fahrenden Schriftstellers
  • Interviews, Träume, Kurzbiografien, Sottisen, Remisen und Markisen, jede Menge herumliegende Leichen, Mockumentaries, Collagen von Collagen von Collagen. Stellen Sie sich vor, Bertolt Brecht, Christian Geissler, Ze do Rock, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Hans Erich Nossack und Dario Fo hätten ein Kind gemacht. Dieses quäkende, entnervend intelligente, bisweilen schizoide und zum Anbeißen charmante Kind wäre “legende”.
  • Der Roman, eher ein Konvolut von Aufzeichnungen in verschiedensten Formen – Essays, Tuschespuren, Listen, Beobachtungen, Sentenzen, ethnografische und kriminalistische Recherchen –, erweist sich als ebenso zerstückelt wie an seinem Ende sein Protagonist.
  • Für Deutschlands neuen Starautor Daniel Kehlmann ist er «größte lebende Schriftsteller englischer Sprache», der «vielleicht bedeutendste experimentelle Romancier unserer Tage». Südafrikas Literaturnobelpreisträger J.M. Coetzee, der am Dienstag 70 Jahre alt wird, ist allerdings kein Autor, der sich öffentlich feiern lässt.
  • Auch Informationen waren lange Zeit ein rares Gut. Sie sind es aber nicht mehr. Wir können uns mit ihnen überfrachten. Wir können uns am Ramsch ins Koma saufen. Damit nähren wir das elektronische Gehirn und riskieren es, unser eigenes verhungern zu lassen.
  • Rückkehr der Avantgarde beim dritten Literaturwettbewerb Wartholz in Reichenau. Christian Steinbacher bekommt den Hauptpreis, dotiert mit 10.000 Euro, zugesprochen.
  • Der Computer übernimmt unser Denken, wir leben mitten in der digitalen Revolution. Doch warum fällt es uns so schwer, sie zu begreifen, fragt Jakob Augstein
  • Ich bekannte mich als einer, der ihre Gedichte geradezu missionarisch verbreitet hatte, dann aber, mit Erscheinen ihres ersten Bandes „Ich mach ein Lied aus Stille“ irritiert feststellte, mit wie wenig formaler Vielfalt sie auskam.
  • Eva Strittmatter wird heute achtzig
  • Eine Seite, so Hegemann, habe sie von Airen “regelrecht abgeschrieben” – und zwar, weil der ein “großartiger Schriftsteller” sei, mit dem sie “über das Buch auch ein Stück weit versuche, in Kommunikation zu treten”.
  • Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff erhält den Berliner Literaturpreis 2010. Das gaben am Wochenende die Stiftung Preussische Seehandlung und die Freie Universität Berlin bekannt.
  • Originalität gibt es nicht – nur Echtheit
  • Können Lyriker Prosa schreiben? Nein, sagt das Vorurteil. Ja, beweist Ulrike Almut Sandig mit ihrem Band “Flamingos”, in dem sie 11 doppelbödige Erzählungen vereint.
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