Platz 1 (-) 117 Punkte
LEONID DOBYÄŒIN: Die Stadt N.

Friedenauer Presse
Mittelschwere Lektüre
230 Seiten, 22,50 Euro

Ein Meisterwerk der russischen Literatur: 1935 erschienen,
ein Jahr vor dem Tod seines Verfassers. Ein Roman, der davon
erzählt, worauf der Sozialismus keine Antworten hatte:
das Spießertum einer Kleinstadt, das Erwachen der Sexualität

Platz 2 (4) 98 Punkte
THOMAS BERNHARD/ SIEGFRIED UNSELD: Der Briefwechsel

Suhrkamp Verlag
Mittelschwere Lektüre
869 Seiten, 39,80 Euro

Der Verleger und sein Autor: eine Berufsbeziehung
als Beziehungsdrama um Anerkennung, die sich in Geld misst,
um große Literatur, die einiges mit Größenwahn zu tun hat.

Platz 3 (-) 91 Punkte
ALISSA WALSER: Am Anfang war die Nacht Musik

Piper Verlag
Mittelschwere Lektüre
256 Seiten, 19,95 Euro

Wunderheiler, Magnetiseur, Wissenschaftler oder Scharlatan?
Franz Anton Mesmer war im Wien des 18. Jahrhunderts berühmt
und berüchtigt. Er bekommt eine prominente Patientin:
die Tochter von Hofrat Paradis, Pianistin, Sängerin
und seit einem tragischen Erlebnis in der Kindheit vollständig erblindet.

Platz 4 (9) 83 Punkte
ULRICH RAULFF: Kreis ohne Meister

Verlag C. H. Beck
Leichtere Lektüre
544 Seiten, 29,90 Euro

Ein Meisterwerk! jubelt die Presse. Ulrich Raulff,
Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach,
hat seinen Blick auf das Nachleben Georges gerichtet.
Auf die Zeit nach 1933. Der Kreis zerfällt. Die jüdischen Mitglieder
müssen ins Exil, andere schließen sich den Nazis an.
Und dann nach 1945: Interessiert sich dann noch jemand für George?

Platz 5 (-) 30 Punkte
ULRIKE DRAESNER: Vorliebe

Luchterhand Literaturverlag
Schwierigere Lektüre
320 Seiten, 19,95 Euro

Harriet liebt Mathematik und ihre wohlgeordnete Familie.
Doch dann fährt ihr Freund zufällig Peter an, die Jugendliebe.
Plötzlich verschieben sich die Bahnen, die Konstellationen.
Gleichungen gehen nicht mehr auf. – Liebe in den Zeiten der Zahlen.

Platz 6-7 (-) 25 Punkte
ADAM HASLETT: Union Atlantic

Rowohlt Verlag
Schwierigere Lektüre
400 Seiten, 19,90 Euro

Boston 2002 statt Wall Street 2008: Die Katastrophe ist die gleiche.
Ihr Unheld: Doug Fanning, Investmentbanker, clever,
gutaussehend und vor allem skrupellos und risikobereit.
Er baut eine Protzvilla, die so leer ist wie sein Inneres.
Und er scheint nur einen Gegner zu haben: die Nachbarin.
Altreich trifft neureich.

Platz 6-7 (-) 25 Punkte
JANET MALCOLM: Tschechow lesen

Berlin Verlag
Mittelschwere Lektüre
208 Seiten, 19,90 Euro

Mit Tschechow reisen – nach Petersburg, Jalta, Moskau.
Zuerst verschwindet der Koffer, dann ist die Wirklichkeit
unerwartet schäbig, ganz anders als in den Büchern.
Aber vielleicht ist dieser Verlust genau der Schlüssel zur
literarischen Welt Tschechows?

Platz 8 (-) 24 Punkte
KRISTOF MAGNUSSON: Das war ich nicht

Kunstmann Verlag
Mittelschwere Lektüre
288 Seiten, 19,90 Euro

Ein Bestsellerautor in der Schreibkrise, seine Übersetzerin,
die davon lebt, dass das nächste Buch erscheint,
und ein Investmentbanker, der mit ganz kleinen Betrügereien beginnt.
Und dann begegnen sie sich alle in Chicago…

Platz 9 (-) 18 Punkte
ALEXANDER PUSCHKIN: Eugen Onegin

Stroemfeld Verlag
Schwierigere Lektüre
2 Bände, 1632 Seiten, 98,00 Euro

Das Großwerk der russischen Literatur mit dem enzyklopädischen
Kommentar des ebenfalls großen Vladimir Nabokov,
der Eugen Onegin ins Englische übersetzt hat – das Ergebnis einer
lebenslangen Auseinandersetzung.

Platz 10 (-) 16 Punkte
ALAN PAULS: Die Vergangenheit

Klett-Cotta Verlag
Leichtere Lektüre
640 Seiten, 24,90 Euro

Buenos Aires in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts:
Rimini und Sofia haben sich getrennt. Eine Befreiung.
Rimini lernt eine jüngere Frau kennen. Aber dann kehrt Sofia zurück.
Der Beginn eines erregenden Alptraums.

Persönliche Empfehlung im Februar
von Hubert Spiegel (Frankfurt):
JOHANN FRIEDRICH NAUMANN: Die Vögel Mitteleuropas

Eichborn Verlag
520 Seiten, 79,00 Euro

“Es ist eines der schönsten Bücher der letzten Jahre,
und es erinnert an ein vergessenes deutsches Genie, wie sein Herausgeber
ohne Übertreibung im Vorwort schreibt.
Johann Friedrich Naumann zählt zu den exemplarischen Forscherfiguren
des neunzehnten Jahrhunderts, und Arnulf Conradi hat für den Band
?Die Vögel Mitteleuropas? eine exemplarische Auswahl aus dem Werk
des Begründers der deutschen Vogelkunde getroffen, die sowohl
den Forscher wie auch seinen gefiederten Gegenstand
aufs Schönste würdigt.”(Hubert Spiegel)

Copyright SWR
Die Bestenliste im Internet:
http://www.SWR.de/bestenliste

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