“Wandern heißt: Erleben, schauen,durchstreifen Täler, Berg und Auen.” (Reinhold Neth)

Alban Nikolai Herbst macht sich in seinem Arbeitsjournal Gedanken über seine Lesung beim Alfred-Döblin-Preis.

An der Blogbar kotzt Don Alphonso “Ein langes Lob der Länge und warum das Folgen für das kurze Denken und Schreiben im Web2.0 haben wird” auf den Tresen. Über kurz oder lang bekommt seine Wortwahl immer einen unangenehmen Geruch.

Wechselt man dann ins beschauliche Literatur-Café, um in aller Ruhe “die wichtigsten Tipps eines Verlagslektors” zu lesen, wird es auch da laut, als der Verleger Vito von Eichborn an einen besetzten Tisch tritt und sich in eine Diskussion über die Thesen von Aufbau-Lektor Andreas Paschedag einmischt. Auch beim Turmsegler Benjamin Stein wird über die “Absurditäten des Literaturbetriebs” diskutiert.

Sprechblase Cem Baseman verbrachte einen Abend mit Orhan Pamuk in Hamburg.

Im hermetischen Café hantiert kid37 mit dem Küchenmesser und ritzt launige Sätze über die “Mutter der Collage” Hannah Höch in die Tischplatte. Hurrah! Hurrah! Hurrah! ruft Raoul Hausmann in den Saal. Der Mechanische Kopf wackelt. Hausmann stellt seinen kleinen Handkoffer auf den Tisch und sagt: “Das ist alles, was sie mir gelassen hat, als sie mich aus dem gemeinsamen Atelier schubste. Verstehe einer die Frauen!”

Im Weblog Duftender Doppelpunkt von Petra Öllinger erfahre ich vom Projekt “Digitale Literaturmagazine – DILIMAG”: “Im Rahmen des FWF Projekts “Digitale Literaturmagazine – DILIMAG” werden erstmals die literaturwissenschaftlichen Aspekte digitaler Literaturmagazine untersucht. Das Projekt ist für 36 Monate geplant und startet im Frühjahr 2007. Neben einer umfassenden bibliographischen Erfassung sollen möglichst viele der ca. 300 deutschsprachigen digitalen Literaturmagazine auch elektronisch archiviert – sofern die Herausgeber und Autoren ihr Einverständnis geben – und der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt werden.”

Lange Texte schreibt Joachim Lottmann in seinem Weblog “Auf der Borderline nachts um halb eins”. 

“Wandern heißt: Von Alltagsstrenge
besinnlich eine Tageslänge
erholen sich vom Weg zurück
und stärken sich für´s nächste Stück.”

(Reinhold Neth)

yoofive.de
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