Neuerscheinung: Uwe Wittstock: Die Büchersäufer

cover wittstock

Wittstock, Uwe

Die Büchersäufer
Streifzüge durch den Literaturbetrieb

ISBN 9783866740051
Einband: Hardcover
Seiten: ca. 160
Erscheinungstermin: 2007, März
Preis: 16.00 EUR(D) | 28.40 SFR

zu Klampen Verlag

Den Betroffenen ist es auf den ersten Blick nicht anzusehen, sie gehen ihren Verpflichtungen nach wie andere Menschen auch. Doch in ihrer Freizeit verlieren sie sich in eine andere Welt, ergreift die Sucht Besitz von ihnen. Uwe Wittstock spürt sie auf: die Büchersäufer. (entstanden aus der “Büchersäufer”-Kolumne in der Welt)

Wenig schmeichelhaft der Buchtitel. Der Verlag schreibt: “Abseits des medienwirksamen Jubelns und Klagens hat er eine stille, aber zahlenmäßig starke Gruppe von Suchtgefährdeten ausgemacht: die Büchersäufer. Unbeeindruckt vom Gerede über den angeblich bevorstehenden Untergang des Kulturguts Buch, sind sie dem Lesen hoffnungslos verfallen.”

Mitternacht längst vorbei. Den Roman “video” von Lukas Hammstein nach 70 gelesenen Seiten beiseite gelegt. Gefällt mir spachlich nicht. Zur Entspannung ein paar Polnische Gedichte (ins Deutsche übertragen von Karl Dedecius, Suhrkamp 1984), Ewa Lipska, Zagajewski, die ich sehr mag, aber dann doch wieder an den Rechner, bei Telepolis ein Artikel über das Metis-System der VG Wort, dann Bel Etage, den wöchentlichen Medien-Podcast des Handelsblatts, angehört. Dort geht es nicht nur um die Frage, wer Sabine Christiansen nachfolgt, sondern eben auch um die VG Wort und ihr Weg in das Internet. An der Blogbar wie immer länger verweilt als ich eigentlich wollte (In vielen Kommentaren ging es um den Mythos der Userzahlen) und über den Schlämmer Fake gelacht (virales Marketing). Dann auch noch das JustBooks.de Blog entdeckt und bei Hugendubel schreiben Mitarbeiter der Buchhandlung ein Buchblog (29 Beiträge seit November 2006). Zuletzt lese ich noch von einer Magen-Darm-Seuche (“bald schon eine Million Deutsche infiziert” = Panikmache auf Bild.t-Online) und lande zum Abschluß beim Bildblog. Jetzt gehe ich nicht mehr ans Bücherregal, sondern nur noch an den Kühlschrank. Schon habe ich “Das Pentamerone” auf den Ohren (“hör mal”!)…

popo

yoofive.de
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